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Samstag, 18. Dezember 2004

18.00 Uhr :: Weihnachtsfeier für die Großen

Heute findet die gemeinsame Weihnachtsfeier der Instrumentenschüler und der aktiven Musiker im Mehrzweckgebäude statt. Und bitte Desserts und Salate nicht in XXL-Größe anfertigen — XL reicht vollkommen...

Nachdem unsere Früherziehungs- und Blockflötenkinder bereits bei uns Weihnachten feiern konnten, waren heute unsere Instrumentenschüler und die Musiker der Hauptkapelle gemeinsam dran. Um 18 Uhr war Startschuss. Wie immer, sollte die Feier mit einem zünftigen Essen beginnen. Doch wer erst um kurz vor oder kurz nach halb 7 kam wie manch ein  Posaunist oder ausnahmsweise auch ein  Schlagzeuger ;-), der brauchte trotzdem keine Sorge haben, dass er nichts mehr vom schwäbischen Nationalgericht „Spätzle“ abbekommen würde. Zumindest von technischer Seite aus. Denn bis das Warmhaltesystem endlich warm genug war, um die Speisen aufzunehmen, dauerte es seine Zeit – von der etwas späten Lieferung ganz zu schweigen.

Neben Spätzle, die dann leider doch nicht für alle Musiker ausreichten (die Schlange war einfach zu lang), gab es zudem noch Reis (mehr als genügend), zwei verschiedene Fleischsoßen und für zwei vegetarisch veranlagte Essbanausen eine eigens angerührte fleischlose Soße. Dazu gab es, wie gewohnt, Salate in Braus & Saus, die von uns Musikern beigesteuert wurden. Und als wir alle satt waren, gab es noch zum Nachtisch Tiramisu (ganz neu: mit einer Apfel- statt der gewohnten Biskuitfüllung — auch nicht schlecht!), Mouse au Chocolade (harmonierte hervorragend mit dem Tiramisu) und einen Kuchen (aber wurde dieser überhaupt angerührt angesichts der hemmungslosen Schlemmerei zuvor?). Zwischendurch gab's natürlich immer wieder mal einen Flüssigkeitsnachschub — sofern man kein kleiner Feigling war ;-)

Um den überfüllten Kalorienhaushalt und die allgemeine Laune wieder einigermaßen auf Normalniveau zu bekommen, stand nach dem Essen ein kleiner Verdauungsspaziergang an. Scherz! Stattdessen teilten wir uns in zwei Gruppen auf: eine Gruppe, die später als der Gewinner eine Schachtel Schokoküsse vertilgen musste. Und eine Gruppe, die vielleicht nächstes Jahr die Chance zu einer Revance haben würde. Unter der reibungslosen Regie unserer Pressewartin und unserer Schriftführerin versuchten die beiden Gruppen, möglichst viele Spiele für sich zu entscheiden, um so die Gesamtwertung zu gewinnen.

Hier nur eine kleine Auswahl:

  • So viele fünfeckigen Sterne wie nur möglich auszuschneiden. In qualitativer und quantitativer Hinsicht hatte hier eindeutig unser Kassier seine Nase vorne vor unserem Beisitzer. Die Form der "Verlierersterne" verschweigen wir hier lieber...
  • So viele Teelichter wir nur möglich mit fünf Streichhölzern anzuzünden. Hier standen sich unsere Jugendleiterin, Noten- & Materialwartin in nur einer Person und unser  Flügelhornist gegenüber. Ob hier die Anzahl der täglich konsumierten und deshalb anzuzündenden Zigaretten die entscheidende Rolle für den Sieg des männlichen Kontrahenten gespielt hatte? Egal, Hauptsache, er lebt ;-)
  • So viele Walnüsse wie nur möglich in zwei Händen zu halten. Hier durften Yannick und Marcel — der auf den Tag genau gleichaltrige Nachwuchs zweier unserer Musiker — die Hände aufhalten. Nur ganz knapp, nämlich mit zwei Nüssen Unterschied, konnte hierbei Yannick das Spiel für sich entscheiden. Wahrscheinlich hatte er die längeren Fingernägel...
  • So viele Fehler wie nur möglich aus einer "fehlerhaften" Übersetzung der Weihnachtsgeschichte nach Lukas heraushören. Dabei kam es auf Details an. Zum Beispiel war Maria, kurz bevor ihr Sohn das Erdenlicht entdecken durfte, einfach "nur" schwanger und nicht gleich hochschwanger. Diese und andere "Fehler" mussten also entdeckt werden, um diese Runde für sich zu entscheiden.
  • So viele Gegenstände wie nur möglich ertasten, die sich in einer blickdichten Tasche befanden. Bei diesem Spiel stand der Gewinner quasi schon vor dem Spiel fest. Denn es saßen sich  Frau und  Mann gegenüber — schließlich brauchte man zu diesem Spiel viel Gefühl... Sorry, war nicht ernst gemeint, aber dieser Satz kann natürlich nur von einem "Mann" stammen — man beachte die Anführungszeichen! ;-)
  • So schnell wie nur möglich sich als Weihnachtsmann verkleiden und möglichst noch schneller als möglich eine Distanz über die olympische Strecke von 2 x 2,5 m zurücklegen. Je vier Personen aus beiden Gruppen traten dabei gegeneinander an. Ohne gegenseitige Hilfestellung und Rücksichtsnahme musste ein Schal, eine Mütze, zwei Handschuhe und als Untersatz zwei riesige Quadratlatschen angezogen werden. Diese Latschen dienen eigentlich in ihrem normalen Leben als Motorradbekleidung zweier Musiker. Obwohl der eine nur Schuhgröße 39 angab, passten selbst 43-er Quadratfüße noch hinein. Irgendetwas konnte da also nicht stimmen. Dies wird wohl auch der Grund gewesen sein, wieso die Gruppe mit dem 43-er in ihren Reihen das Nachsehen/Nachlaufen hatte. Die Klage beim Schiedsgericht ist deshalb schon am Laufen. Das Urteil wird jedoch nicht vor der nächsten Weihnachtsfeier zu erwarten sein.
  • So viele Adventswörter wie nur möglich zusammenreimen, die mit "Advent" beginnen, wahlweise mit oder ohne "s" im Anschluss daran bzw. zwischendrin. Siegerwörter wären beispielsweise: -kalender, -kranz, -kerze, -feier, -zeit, -licht, -gedicht, -markt, -lied, -geschichte, -sonntag usw. usf. Ist gar nicht so einfach, oder? Auch "Adventsliturgie" konnte erst auf der 37. Trefferseite einer nicht unbekannten Suchmaschine irgendwo im Internet nach schier endlosen Suchen gefunden werden. Und wenn's folgende Bauernregel nicht gäbe, gäbe es auch das Wörtchen "Adventswoche" nicht: "Ist's in der (ersten!) Adventwoch' kalt, / so dauert die Kält' noch Wochen halt.". Palim, palim.
  • Und als letztes Bei-Spiel: so schnell wie nur möglich Schokoküsse vertilgen. Das klassische Weihnachtsf-Eier-Spiel also. Hier traten wieder jeweils vier Schokokussevertilger der beiden Gruppen gemeinsam an. Während Klein-Yannick von seinem Papi gezeigt bekam, wer (noch) das größere Mundwerk besitzt, hatte diese Essenshilfe  Tilman nicht mehr nötig. Er war der erste, der seinen Kuss mitsamt des Waffelbodens in Richtung Gaumen befördern könnte und wohl nur noch schlucken musste. Hoffentlich bekam er danach keinen Schluckauf...

Doch leider reichte es trotz dieser Heldentat nicht aus, um die andere Gruppe noch von ihrem Thron zu stoßen. Ein Glück. Denn sonst hätte die eine Gruppe ja in den sauren Apfel beißen und die Gewinnerschachtel Mohrenküsse verdrücken müssen (natürlich ohne die Schachtel). — Nach den Schlemmereien, trotz vorzeitig ausgegangener Spätzle, war dies sicherlich kein besonders angenehmes Vergnügen. Aber die nächste Weihnachtsfeier kommt bestimmt — und sicherlich auch die Revanche...

So kam es, dass sich irgendwann zwischen kurz vor oder weit nach Mitternacht die ersten Weihnachtsfeiergäste in die verschiedensten Richtungen verabschiedeten. Entweder Richtung Bett oder Richtung weiterer Feiern. Und die, die bis zum bitteren End' blieben, um alles wieder ins Reine zu bringen, sei an dieser Stelle besonders gedankt. Denn es waren wohl die gleichen, die auch als erste da waren und diesen Abend vorbereitet hatten. Ob "wir", die wir einfach nur kamen und aßen, dies jemals wieder gut machen können?


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