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Die Zavelsteiner Krokuswiesen

Ein jährlich wiederkehrendes Naturwunder unserer Heimat

„Die Krokosblüte verkündet das Ende des Winters.“ Mit diesen Worten wiesen die Kreisnachrichten am 4. März diesen Jahres auf dieses Kleinod in Zavelstein hin.

... und so beginnt ein Bericht über „unsere“ Zavelsteiner Wildkrokusblüte, der im Jahrbuch 2002 des Landkreises Calw erschienen ist. Wir dürfen ihn mit freundlicher Genehmigung durch den Autor Stephan Fischer auf unseren Seiten übernehmen. Dafür vielen Dank!
Der Bericht steht auch als Acrobat PDF-Datei (210 kB) zur Verfügung und ist speziell für den Ausdruck gedacht.

Geschichtlicher Überblick über das Städtlein Zavelstein

 :: Kapitelübersicht

Die Anfänge des Städtchens Zavelstein liegen im Dunkeln, da die Dokumente, welche uns darüber Aufschluss geben könnten, wahrscheinlich in Calw lagerten. Diese Schriftstücke verbrannten jedoch bei der französischen Invasion 1692. Einige steinerne Anhaltspunkte gibt es jedoch von der Burg. So sind Steinmetzzeichen an Sandsteinen der Burg gefunden worden, die darauf hindeuten, dass die erste Burg nicht vor 1220/30 erbaut worden sein kann. Ende des 13. Jahrhunderts findet sich ein erster Hinweis auf Bewohner von Zavelstein. Zu dieser Zeit werden nämlich im Zinsverzeichnis des Klosters Hirsau Abgaben aus Zavelstein erwähnt. Die ersten gesicherten Insassen in der Burg sind 1280 nachzuweisen, ein „Herr Richlin, Ritter von Zavelstein“. Danach sind die Daten über Besitzer der Burg lückenhaft. Erst 1535 findet sich wieder ein Hinweis auf die Tübinger Pfalzgrafen. Bis dann um 1620 Zavelstein und Burg, dem letzten Wiedererbauer „Benjamin Buwinghausen von Wallmerode“ als Lehen gegeben wurde.
Im Jahr 1342 wird Zavelstein erstmals als „Städtlein“ erwähnt. Wann das Stadtrecht verliehen wurde und warum, ist unbekannt. Die Stadt hatte damit das Recht, Markt abzuhalten, wovon auch bis Mitte des 20. Jahrhunderts Gebrauch gemacht wurde. Zavelstein war über viele Jahrhunderte hinweg die kleinste Stadt Württembergs und wirklich, nachgewiesenermaßen hatte die Stadt von 1810 bis 1890 stets gleichbleibend über 300 Einwohner. Danach begann die Einwohnerzahl sogar zu sinken. Bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts erholte sich die Zahl jedoch wieder.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts sind die ersten Kurgäste erwähnt und Zavelstein wurde noch vor dem ersten Weltkrieg Luftkurort. Im Jahr 1975 dann wurde die Stadt im Rahmen der Gemeindereform mit Bad Teinach zusammengelegt und verlor ihre Selbstständigkeit.
Wirklich bekannt geworden ist Zavelstein jedoch durch seine Krokusse, deren erste Erwähnung um ca. 1820/25 stattfindet.

Krokus Collage